ROT, GRÜN, GELB – KRAWUMMS

* „Ich nehme mir alle blauen Stäbchen“, sagt das Kind und erledigt mit schelmischem „Schnapp, schnapp, schnapp“ das zuvor Angekündigte. Ein für uns ganz normaler Spielbeginn. Sofern es blaue Spielutensilien gibt, werden diese kurzerhand vom Kind einkassiert.

Bei dem farbenfrohen Stapelspiel „Elefantastico“ aus dem Hause Noris-Spiele ist das überhaupt kein Problem. Denn längst haben wir unsere eigene Spielvariante erdacht, die dem selektiven Materialien-Mopsen unseres Kindes entgegen kommt.

„Elefantastico“: Buntes Stapelspiel für ruhige Hände

Wir sortieren also die verbleibenden 24 bunten Holzstäbchen nach Farben: Rot, Gelb, Grün. Jeder bekommt die Stäbchen einer Farbe – zur Wahl stehen davon stets drei, denn Blau ist üblicherweise vergriffen.

Nun versuchen wir reihum jeweils einen unserer Holzstäbe auf dem Rücken des roten Elefanten abzulegen. Fallen dabei Stäbe vom lilaohrigen Rüsseltier hinunter, gehen diese – gleich welcher Farbe – mit in den Fundus des Spielers, der gerade an der Reihe ist. In den nächsten Runden dürfen die Holzstäbchen eines nach dem anderen mit verbaut werden. Hat ein Spieler keine Stäbchen mehr, endet das Spiel und er gewinnt. Alle anderen Spieler zählen ihre Stäbe. Zweiter ist der Spieler mit den wenigsten Holzstäben, Dritter der mit der nächst höheren Anzahl an Stäben, Vierter der mit den meisten.

Alternativ können die Spieler, die nach dem Gewinn des ersten noch Stäbchen vor sich liegen haben, weiterstapeln. Bis der nächste Spieler stäbchenlos und damit Zweiter ist. Ebenso bestimmen die zwei anderen Spieler dann die Reihenfolge der übrigen Gewinner.

Für uns ist diese eigene Spielversion die passende, denn dabei gibt es kein Farbgerangel. Auch wenn der Spieleverlag Noris einen minimal anderen Spielverlauf vorsieht.

Variable Spielregeln für Türmchenbauer unterschiedlichen Alters

Eigentlich bleiben nämlich alle Holzstäbchen unsortiert im Spielkarton. Der Reihe nach nehmen sich die Spieler jeweils ein Stäbchen und platzieren es auf dem Elefanten. Wirft der wilde Elefant die Holzstäbe hinab, muss der Spieler, der gerade gestapelt hat, diese vor sich ablegen. Sind keine Stäbe mehr im Karton, endet das Spiel. Die Gewinnerreihenfolge wird entsprechend der Anzahl der vorliegenden Stäbchen ermittelt.

Kleine und große Stapelkünstler können sich Spielversionen überlegen, die das Stapeln noch etwas anspruchsvoller machen. Eine Farbreihenfolge könnte beispielsweise abgestimmt werden, in der die Holzstäbchen auf dem Elefantenrücken landen müssen. Oder  aber ein Farbmuster: gelbe Stäbchen nur links, grüne rechts, blaue und rote quer. Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Ebenso macht Wind das Stapeln zu einem kniffeligen Unterfangen. Wir hatten das handliche Spiel nämlich mit im Sandkasten. Und haben uns von leichten Böen etwas Dynamik in den Spielverlauf wehen lassen.

Herausforderung der feinmotorischen Fähigkeiten

Mit einer Spieldauer von gerade einmal zehn Minuten ist „Elefantastico“ den Verlagsangaben entsprechend zwar durchaus für Kinder ab einem Alter von drei Jahren geeignet. Jedoch kann abhängig von den feinmotorischen Fähigkeiten die Frustrationsgrenze arg strapaziert werden. Besonders praktisch: Üben können die Jüngsten sogar allein, denn auch solo kann der rote Elefant wunderbar bestapelt werden.

Alles aus Holz: plastikfrei spielen

Ansprechend finden wir die einfache Gestaltung des Spiels. In unseren Augen würden Elefant und Stäbchen sogar ohne Farben auskommen. Denn zum einen hat die Farbigkeit der Holzstäbchen im vorgesehenen Spielablauf keine Relevanz. Zum anderen käme die Materialität ohne Lackschicht besser zur Geltung – ausnahmslos alle Spielutensilien bestehen nämlich aus Holz, sodass das Spiel inklusive Verpackung kunststoffrei daherkommt. Ele – Fantastisch!

Fotos: Anja Jürges/STADT LAND WELTentdecker
Spielcover und -grafiken: Noris-Spiele (SIMBA DICKIE GROUP GmbH)

* Der Beitrag ist in Kooperation mit Noris-Spiele – vertreten durch die SIMBA DICKIE GROUP GmbH – entstanden, Werbung also. Gestellt wurden das Spiel „Elefantastico“, der Text ist unbezahlt und zeigt lediglich unsere Erfahrungen und Meinung. DANKE für das schöne Spiel und die unkomplizierte und freundliche Kommunikation, liebe Melanie Hübner! ♡

Weitere Noris-Spiele findet ihr hier, all unsere Kinderspiel-Entdeckungen sind hier gesammelt, weitere Spielideen findet ihr in unserer SpielWELT.

13 Kommentare

  1. Liebe Anja,

    so einen ähnlichen Spielaufbau hatten wir auch mal. Allerdings mit Männchen und leider nur aus Plastik. Ich finde dieses Spiel hier witzig. Die Anregung ohne Lackierung kann ich verstehen, aber andererseits lieben Kinder es gern bunt und so können noch eigene Spielvarianten erfunden werden.

    Liebe Grüße
    Mo

  2. Das erinnert mich ja ein wenig an Jenga in bunter und dünner. Das Spiel gefällt mir. Die Elefanten sehen klasse aus. Und ich wette, mit etwas Übung schlagen die Kinder die Eltern schon sehr bald. Sehr gut finde ich auch, dass alles aus HOlz ist und kein PLastik in der Packung. Wobei ich tatsächlich bei lackiertem Holz auch etwas skeptisch wäre, wie gesund das für Kinder ist, wenn sie doch mal dran lutschen.

    • Liebe Tanja,
      wir mögen naturbelassenes oder lasiertes Holz auch noch lieber als lackiertes, sind aber froh, dass das Spiel ohne Plastik auskommt – das ist bei Kinderspielen alles andere als selbstverständlich.
      Herzliche Grüße
      Anja

  3. Die Elenfanten sind ja wunderbar niedlich. So schön gearbeitet. Eine sehr schöne Idee für Kinder

  4. Im Sand solche Spiele zu spielen hat Vor- und Nachteile 🙂

    Bei einem Absturz ist die Geräuschentwicklung deutlich geringer als auf klassischem Boden, doch der Untergrund im Sand ist ganz schön fragil.

    Aber heißt es wirklich Krawumm und nicht Kawumm? Oder ist das regional unterschiedlich???

    Liebe Grüße, Katja vom WellSpa-Portal

  5. Ihr Lieben,
    Im Sand solche Spiele zu spielen hat Vor- und Nachteile 🙂

    Bei einem Absturz ist die Geräuschentwicklung deutlich geringer als auf klassischem Boden, doch der Untergrund im Sand ist ganz schön fragil.

    Aber heißt es wirklich Krawumm und nicht Kawumm? Oder ist das regional unterschiedlich???

    Liebe Grüße, Katja vom WellSpa-Portal

    • Liebe Katja,
      das Spiel im Sand zu spielen, ging erstaunlich gut, da der Elefant im Sand guten Halt hatte. 😉

      Zum K(r)awumm: mir waren beide Varianten geläufig. Der Duden kennt seltsamerweise keine von beiden.
      Herzliche Grüße
      Anja

  6. Ein Klassiker im neuen Look! Ich kenne das Stapeln nur mit Esel, habe es aber auch schon oft gespielt! Ich glaube die Eselversion haben wir auch noch in der Praxis, die muss ich mal mit meinen Therapiekindern ausprobieren 🙂

    Liebe Grüße
    Jana

  7. Liebe Anja,
    Was für ein niedliches Spiel.
    Ich liebe Elefanten ja ohnehin, aber ich finde auch, dass das Spiel total schön gestaltet ist. Die Idee an sich ist ja nicht neu für so ein Geschicklichkeitsspiel, aber auf die Umsetzung kommt es an. Ich kann mir gut vorstellen, dass das viel Spaß macht.
    Liebe Grüße von Miriam von Nordkap nach Südkap

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