NEU UND VERTRAUT ZUGLEICH: THE NIU HOTELS SIND TEMPORÄRE ZUHAUSE AUF REISEN

* Während die überdimensionale Dame an der Wand vormacht, wie es geht – Augen zu und schlummern -, springt das Kind wie ein kleiner Flummi durchs Bett. Es mag mit der monatelangen Reisepause zu tun haben, dass die aufregenden Tage unterwegs nicht widerstandslos enden dürfen. Mit dem Schlafkomfort mitnichten.

the niu Ridge: Zuhause in der Saalestadt Halle

Denn das Bett in unserem Zuhause auf Zeit, dem the niu Ridge in Halle, ist bequem. Das Zimmer im Hotel in der Saalestadt im Süden Sachsen-Anhalts ist geräumig genug für die zwei Nächte unseres Aufenthaltes zu dritt. Und trotz unmittelbarer Bahnhofsnähe ist es dank schallgedämmter Fenster zumindest nachts so ruhig, dass selbst geräuschempfindliche Schläfer ohrstöpselfrei zur Ruhe finden. Die Klimaanlage sorgt außerdem für die ganz persönliche Wohlfühltemperatur. Lediglich die Verdunkelung – schwere, dichte Vorhänge, die mangels Überlappung sowie an der Aufhängevorrichtung Licht ins Zimmer lassen – ist ausbaufähig, wenn auch bei Weitem nicht die schlechteste.

Tatsächlich (fast) wie zu Hause also. Das schließlich haben sich alle Hotels der Marke „the niu“, die unter dem Dach der familiengeführten Hamburger Hotelgruppe NOVUM Hospitality stehen und ursprünglich den artikellosen Titel „niu“ trugen, auf die Fahnen geschrieben: Zuhause zu sein. Stilvolle Refugien, welche die Geschichten und den Charme der Städte in sich tragen. Vertraute Orte zum Entspannen, zum Arbeiten und zum Freunde treffen. Mit Raum für wildes Leben und erholsamen Rückzug.

Weniger erholsam war für uns die Anreise. Zumindest die letzten Kilometer der Strecke gestalteten sich kniffelig. Denn der wohl verbreiteste Navigationsdienst wusste offenbar noch nicht vom the niu Ridge, das seit dem Spätsommer 2019 als zwölftes Hotel der expandierenden Marke am zentral gelegenen Riebeckplatz in Halle an der Saale Gäste empfängt. Vielleicht ist hier die Lokalisierung mittels „what3words“ von Vorteil, die für jedes the niu Domizil angeboten wird. Zum the niu Ridge führen demnach die Worte pfand.hörer.bremsen.

Living-Lobby: Wohnzimmer zum Dableiben

Nach dem ausgesprochen freundlichen Empfang an der Rezeption – zum Zeitpunkt unseres Aufenthaltes mit Vorlage von Genesenen-, Impf-Nachweisen oder Corona-Schnelltestergebnissen – erwartete uns die nächste Schwierigkeit. Das Kind aus der Lobby, die sich hier entsprechend des Zuhause-Themas Living-Lobby nennt und nicht nur Hotelgästen, sondern auch Besuchern beispielsweise als entspannter Arbeitsplatz offensteht, gen Zimmer zu bewegen. Denn entlang der geraden Laufwege lässt es sich hervorragend flitzen – geradeaus, Kurve links und zurück. Und die vielen verschiedenen Sitzgelegenheiten laden zum Ausprobieren ein. Ob hoher Ohrensessel mit Drehfunktion oder eine tiefer geschnittene, garantiert schwindelfreie, weil statische Variante desselben, ob die mit weichen Kissen bestückte Schaukelkugel oder der Lehnstuhl aus Metallgeflecht, ob Sofa mit flacher Sitzfläche zum Dableiben, dickes Sitzkissen, das problemlos für die morgendliche Yoga-Runde herhalten würde, der schlicht gepolsterte Stuhl oder aber der minimalistische Barhocker – das jüngste Familienmitglied hat sie alle getestet. Alle.

Außerdem gibt es bekannte Spiele wie den „Stapelturm“ und „Vier gewinnt“ in riesengroßen Formaten zu entdecken. Ein Kicker lädt zu geselligen Turnieren ein. Und eine Fotowand steht als außergewöhnliches Gästebuch bereit. Wer zum gemütlichen Beisammensein im temporären Wohnzimmer Getränke und kleine Leckereien benötigt, kann sich an der Bar rund um die Uhr damit eindecken. Steckdosen und USB-Ports stehen am Großteil der Tische bereit, hier muss also niemand auf Vernetzung verzichten.

Corona schließt vorübergehend hoteleigene Sauna

Eine entspannende Auszeit in der hoteleigenen Sauna war während unseres Aufenthaltes coronabedingt nicht möglich. Normalerweise steht diese Hotelgästen jedoch zur Verfügung. 
Diejenigen, die lieber die Stadt entdecken möchten, können sich zu jeder Tages- und Nachtzeit an der Rezeption mit Stadtplänen und dem ein oder anderen Geheimtipp versorgen lassen. Von letzteren gibt es zu jedem der the niu Hotels drei auf der jeweiligen Internetpräsenz – lokale Genießerorte, Kunst und Kultur.

Kantige Gestaltung mit Bezug zur Stadtgeschichte

Nun, wir haben es schließlich ins Zimmer geschafft, und wie aktiv und schlaflos es dort weiterging, ist ja bereits bekannt. Bezugsbereit sind die Zimmer gewöhnlich ab 15 Uhr. Eine frühere Anreise ab 12 Uhr ist auf Anfrage je nach Verfügbarkeit möglich. Ähnlich verhält es sich mit der Abreise – regulär bis 12 Uhr, nach Abstimmung bis 15 Uhr.

In den 186 Zimmern des the niu Ridge Hotels setzt sich das Gestaltungskonzept fort, welches wir in den öffentlichen Bereichen – der Vielfalt des Sitzmobiliars sei Dank – bereits ausgiebig auf uns wirken lassen konnten. Helle Sandtöne und verschiedene Nuancen von Grau und Anthrazit, akzentuiert mit Blau in unterschiedlichen Abstufungen sowie punktuell eingesetzem Gold und Messing, dominieren die Farbstimmung. Von warmem Licht aus direkter und indirekter Beleuchtung in Szene gesetzt. Die Formensprache prägen gerade Linien, geometrische Muster an Wänden und auf dem Boden, kantige innenraumgestalerische Elemente und eigenwilliges Mobiliar. Der Namenszusatz „Ridge“ – das ist Englisch und bedeutet „Ecke“ und „Kante“ – trifft es auf den Punkt.

Damit greift der Charakter des Hotels the niu Ridge eine wichtige Station der Historie der Saalestadt Halle auf. Gemeint ist das Mittelalter, als wichtige Salzstraßen aus Halle durch das heutige Europa führten. Farben und Formen erinnern an Salzkristalle und nehmen Bezug auf den damaligen Salzabbau in der Stadt. Die Materialität mit Anlehnung an die goldgelbe Legierung aus Kupfer und Zink sowie das Edelmetall untermalt zum einen den Industrieaspekt der Stadt und verleiht dem Ganzen zum anderen eine gewisse Exklusivität und Eleganz.

the niu: nachhaltig, inspirierend, urban

So erzählt jedes der the niu Hotels seine ganz und gar eigene Geschichte, eng verwoben mit der des Standortes. Getreu dem Motto „Kennst du eines, kennst du keines.“ Während das erste Haus der Marke the niu – die drei Buchstaben stehen für Nachhaltigkeit, Inspiration und Urbanität – im Februar 2018 eröffnete, gibt es inzwischen Hotels in 23 deutschen Städten sowie in den Niederlanden, in Österreich und Großbritannien. Allein in diesem und im kommendem Jahr sind zehn weitere Hotel-Eröffnungen geplant.

Auf den Fluren des the niu Ridge waren Marc Jung und Marco Fischer am Werk. Der Streetart-Künstler und der Fotograf, beide gebürtige Erfurter, haben die Innenwände mit vielschichtigen und kontrastreichen Bildern gestaltet. Dabei trifft knalligbunt gesprühte Farbe auf ausdrucksstarke Schwarz-Weiß-Porträts. Die Kunstwerke sind im Rahmen der Kampagne „Alle für Wasser – Wasser für alle“ entstanden. Damit setzt sich der Hamburger Verein Viva con Agua de Sankt Pauli weltweit für einen Zugang zu sauberem Trinkwasser für alle Menschen ein.

Das Zusammenspiel der Gestaltung von Lobby und Zimmern sowie Fluren schafft ein gleichermaßen zeitgemäß-urbanes wie elegant-luxuriöses Bild – Bodenständigkeit mit Stil.

(Schlaf-)Zimmer auf hohem technischen Niveau

In den öffentlichen Bereichen thematisch bis ins Detail umgesetzt, fehlte uns im Zimmer hier und da die Kirsche auf der Sahnetorte. Während Hocker, Nachttische und Lampen in das Ridge-Muster passen, ist das offene Regal im Schlafbereich eher austauschbar. Dem einfachen Waschtisch im Bad hätte etwas weniger Offenheit ganz gut gestanden – um den Fokus von der Tatsache abzuwenden, dass Handtücher und Pflegeutensilien hier zwischen Siphon sowie Warm- und Kaltwasserregler verstaut werden. 

Die Dusche hingegen hat bei uns aufgrund ihrer Größe gepunktet, auch wenn wir keine Freunde von Duschvorhängen sind. Das Großformat der Dusche ist vermutlich dem Umstand geschuldet, dass die 21 Quadratmeter messenden Zimmer der Kategorie „Townster“ barriefrei und damit rollstuhlgerecht gestaltet sind. Hier finden nicht nur Paare, sondern auch kleine Familien Platz für einen Kurzurlaub. Die mit 19 Quadratmetern etwas kleineren „Tripster“-Zimmer hingegen sind für maximal zwei Personen ausgelegt. In anderen Hotels der Marke the niu stehen mit „Hipster“, „Onester“ und Appartements weitere Zimmergrößen zur Wahl.

In allen Zimmern ist Hochgeschwindigkeits-WLAN verfügbar, sie sind ausgestattet mit einem Bluetooth-Soundsystem, USB-Ports und einem Smart TV mit Mediathek. Diese bietet verschiedene Fernseh- und Radioprogramme sowie ausgewählte Filme und Serien.

Grüne Gesellschaft und Freigetränk statt Putzprogramm

Und wer sein Zuhause auf Zeit noch etwas wohnlicher gestalten möchte, kann eine oder mehrere Topfpflanzen bei sich aufnehmen. Passenderweise tragen sie die Namen lokaler Persönlichkeiten. Während Joseph von Eichendorff beispielsweise schon etwas mitgenommen aussieht und herbe Blattverluste nicht zu leugnen sind, beeindrucken Lyonel Feininger und Hans-Dietrich Genscher mit kräftiggrüner Blattpracht. Die grüne Gesellschaft ist für einen Euro zu haben, der über die Nader Etmenan Stiftung einem guten Zweck zugute kommt. Eine nette Idee. Ähnlich der, eine Zimmerreinigung gegen ein Freigetränk zu tauschen. Dafür das „Free drink!“-Schild von außen an die Zimmertür hängen und schon kommt der Gutschein aufs Zimmer.

Frühstück für Teetrinker. Kaffee gibt’s aber auch.

Nachdem wir in unserem Hotel-, pardon: Schlafzimmer, nach einigem Betthüpfen doch noch so etwas wie eine Nacht hatten, Schlaf inklusive, geht es zum Frühstück in einen offen mit der Lobby verbundenen Bereich. Hier gibt es von 6.30 Uhr bis 10.30 Uhr, an den Wochenenden und an Feiertagen bis 11 Uhr, mehrere Sorten Brot und Brötchen, Aufschnitt, Käse und süße Brotaufstriche, Müsli und Joghurt, Obst und Gemüse, warme Eier- und Fleischspeisen, Säfte sowie Kaffee aus dem Vollautomaten – die Auswahl ist solide. Darüber hinaus geht in unseren Augen die durchaus besondere Teevielfalt. Einschließlich frischen Ingwers – in dem Punkt war das Frühstück für uns tatsächlich wie Zuhause. Lediglich an geeigneten Gefäßen zum Aufbrühen des Heißgetränkes mangelte es zeitweise. Ein etwas aufmerksamerer Blick des Service-Personals für Kleinigkeiten wie diese käme dem Zuhause-Gefühl zugute. Obwohl – Zuhause gehen wir in die Küche und holen uns die Tasse aus dem Schrank.

the niu Hotels: Domizile für den Kurzurlaub und externe Gästezimmer

Wie auch immer. Gestärkt erkunden wir die Stadt (und später den Bergzoo), die uns zwar nicht unbekannt ist, doch wir waren schon länger nicht mehr hier. Vom the niu Ridge aus ist ein (Alt-)Stadtspaziergang wunderbar zu Fuß oder mit dem Fahrrad möglich. Der Marktplatz befindet sich etwa einen Kilometer entfernt. Und aufgrund der Bahnhofsnähe ist auch Wegkommen kein Problem, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln quer durch die Stadt oder zu einem Tagesausflug ins Umland.

Um anschließend wieder heim zu kommen. In der Fremde. Im the niu Ridge. Im Zuhause auf Zeit. Das mit vielen Details in der Gestaltung und raffinierten Ideen einen angenehmen, Zuhause-nahen Hotelaufenthalt möglich macht. Für Halle-Besucher. Und Besucher der Hallenser. Für (Kurz-)Urlauber und Durchreisende. Als eigene Wohnung. Oder als ausgelagertes Gästezimmer, wenn Freunde zu Besuch sind. Oder Mama und Papa. Oma und Opa.

Denn auch wenn die Ansprache sowohl auf der Internetpräsenz der Hotelmarke als auch auf den Kanälen der sozialen Medien äußerst jung daherkommt, würden wir ruhigen Gewissens unsere Omi hier einquartieren. Zwar sind die Farbakzentuierungen laut und lebendig, zwar ist die Formensprache des Interieurs auffällig und markant. Doch beides ist unaufgeregt und stilvoll dosiert.
 Nach einem weiteren Tag in Halle sind unsere Koffer wieder gepackt. Abreise. „Zum Mittagsschlaf bleiben wir aber noch hier?“, fragt erwartungsvoll das Kind. Heute nicht. Aber wir kommen gern wieder.

* Der Beitrag ist in freundlicher Kooperation mit NOVUM Hospitality entstanden, Werbung also. Unser Aufenthalt im Hotel the niu Ridge in Halle (Saale) erfolgte auf Einladung, der Text ist unbezahlt und zeigt lediglich unsere Erfahrungen und Meinung. DANKE für das angenehme Wochenende in der Saalestadt und die unkomplizierte und freundliche Kommunikation! ♡

Wo ihr in Halle (Saale) wunderbar essen könnt, erfahrt ihr in einem unserer nächsten Blogbeiträge in der Rubrik STADT unter Halle (Saale)Genießen.

10 Kommentare

  1. Wie schön 🙂

    Allein schon die Farben wirken extrem stimmig und daher sehr beruhigend.
    Jetzt muss ich mal schauen, the nui ist eine Kette, die zu den Novum Hotels gehören, richtig?

    Dann könnte ich mir eine andere Stadt als Kurzurlaub wunderbar vorstellen. Bei Halle liegt es nur an der Entfernung, dass es nicht meine Reisewahl ist.

    Viele Grüße, Katja

    • Liebe Katja,
      sowohl die the niu Hotels als auch die Novum Hotels gehören zur Hotelgruppe NOVUM Hospitality. Aktuell gibt es the niu Hotels in 23 deutschen Städten sowie in den Niederlanden, in Österreich und in Großbritannien – da ist gewiss etwas für dich dabei. 🙂
      Herzliche Grüße
      Anja

  2. Hey, das hätte mir auch sehr gut gefallen. Ich liebe Hotels in diesem Style. Danke für den Tipp.
    Liebe Grüße
    Anja von Castlemaker.de

  3. Das sieht echt nach einem tollen Wohlfühlort aus. Sie haben den Mix aus gemütlich und modern wirklich gut umgesetzt…das ist mir auf Reisen immer besonders wichtig!

    Liebe Grüße,
    Verena

  4. Es sieht wirklich sehr schön dort aus. Definitiv ein Hotel in dem ich mich sehr wohl fühlen würde. Ein Grund mal einen mehrtägigen Ausflug nach Halle zu machen. Auch das lecker aussehende Essen spricht definitiv für das Hotel 🙂

    Liebe Grüße
    Aimee von SimplyJaimee

  5. Leipzig und Halle liegen garnicht so weit auseinander und sollten beide mal besucht werden! Da könnte ich doch glatt in diesem tollen Hotel übernachten, wenn ich meine familiären Wurzeln dort studieren möchte (ein Teil meiner Familie ist aus Schkeuditz). Ich war noch nie da… es wird Zeit!

    Liebe Grüße, Bea

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