NASSER ALS REGEN

An etlichen Regentagen haben sie uns schon trocken und warm gehalten, unsere Regensachen – Overall und Gummistiefel fürs Kind, Jacken (sowie Hosen und Schirme) für die Großen. Der Regen ist hier sehr willkommen. Niemand sonst macht so schöne Pfützen.
Nun, nach einigen goldsonnigen Herbsttagen gibt es wieder regnerische. Also, anziehen und raus, zu bunten Raschelblättern, wild pustendem Wind und Wasser, aus allen Richtungen.

Entlang der Elbe auf WELTentdecker-Tour

Wir – heute zu zweit, da der Papa zwecks Junggesellenabschied unterwegs ist – suchen uns einen Weg entlang „unserer“ Magdeburger Elbe aus. Weit und breit ist kein Schiff zu sehen. Aber Pfützen, überall. Flache, tiefe, große und kleine. Alle werden mit Anlauf und einem kräftigen Sprung hinein getestet. Und für ganz und gar wunderbar befunden.

Wasserbögen auf dem Domplatz

Wir verlassen den Elbweg und biegen ab Richtung Domplatz, ein besonderes Ziel im Kopf. „Springbrunnen“, ruft das Kind. Die liebt es. Und sieht schon von Weitem die Fontänen des weitläufigen Bodenwasserspiels, das seit dem Frühjahr 2013 nach der umfangreichen Neugestaltung des Platzes an warmen Sonnentagen bei Kindern beliebtes Plansch-Ziel ist.
Von diesem Wetter sind wir zwar weit entfernt, aber nass sind wir ohnehin. Also machen wir, oder zumindest die Hälfte von uns, genau das, was auch im Sommer Freude bereitet: unter den Wasserbögen hindurchflitzen und versuchen, sie mit den Händen zu fangen, während sie immer wieder im Boden verschwinden. Und mit einem plötzlichen „Platsch“ mitten ins Gesicht treffen.

Pitschnass nach Hause

Dafür sind offenbar auch unsere Regensachen nicht gemacht. Wir, nun auch die Mama, die das vor Vergnügen juchzende Kind aus dem Wasser pflückt, sind pitschpatschnass. Und nehmen den schnellsten Weg nach Hause.

6 Kommentare

  1. Liebe Anja,
    Das ist ja mal ein cooler Anlass für einen Artikel – auf den Spuren des Wassers quasi. Ich bin als Kind auch voll gerne in Pfützen gesprungen – und manchmal mache ich das sogar heute noch. Heute hab ich zwar keine Gummistiefel mehr an, aber das ist ja eines der guten Dinge am Erwachsenenleben: Keiner sagt einem, dass man das lassen soll, weil man nasse Füße kriegt.
    Liebe Grüße von Miriam von Nordkap nach Südkap

    • Danke, liebe Miriam. 🙂
      Ich habe inzwischen schon so oft gedacht, dass ich mir endlich mal wieder Gummistiefel besorgen müsste. Ich springe nämlich auch sehr gern in Pfützen, mag aber weniger nasskalte Füße. Besonders gern springe ich auf gefrorene Pfützen – das knackt, knarzt und knirscht so herrlich.
      Herzlichen Gruß
      Anja

  2. Hallo Anja, was für ein schöner Artikel! Da bekommt man ja ein richtiges Deja-vu Erlebnis in die eigene Kindheit 🙂 Wer weiß, vielleicht finde ich hier in Meran ja auch bald ein paar Pfützen in die ich wieder voller Genuss reinhüpfen kann! LG, Nikita

  3. Hi Anja,
    beim lesen deines Beitrags musste auch ich wieder an meine Kindheitstage zurück denken.
    Man war das eine unbeschwerte Zeit…
    Heute bin ich froh das mein Blindenführhund mich immer um Pfützen herum führt und an regnerischen Tagen schnellstmöglich wieder ins trockne möchte.
    LG
    Stephan von Blindfuchs.de

    • Lieber Stephan,
      da geht es mir aktuell ohne Gummistiefel ähnlich – ich gehe lieber um die Pfützen herum. Viel lieber würde ich allerdings trockenen Fußes hinein springen. Demnächst gibt es für mich deshalb Gummistiefel. ♡
      Herzlichen Gruß
      Anja

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