VON SAND-KATZEN UND ZERSPRUNGENEN TELLERN: KERAMIKMALKURS ZUM MITNEHMEN

* Seit einigen Tagen backen wir, draußen unterwegs, keinen Sandkuchen mehr. Wir formen stattdessen sandige Tonfiguren. Baumstümpfe und Wipptiere werden zu Brennöfen, 950 Grad heiß. Vorsichtig stellen wir unsere Kunstwerke hinein. Und müssen dann warten. Beim Öffnen der Ofentür dampft uns warme Luft entgegen. Eigentlich müssten wir nochmal warten, bis alles abgekühlt ist. Aber wir sind ungeduldig und spielen ja schließlich nur. Also raus damit und drauf los pinseln, denn farbig sollen sie werden, unsere Tiere, Teller und Tassen. Und dann wieder in den Ofen, noch heißer, 1250 Grad. Heraus holen wir jede Menge Katzen, Löwen, Tiger und ein klein wenig Geschirr. Der Teller, der gleich kaputt gehen wird, muss sein. Da ist wohl ein Klecks Glasur drunter gelaufen. Beim Brennen gehärtet, hängt er nun an der Bodenplatte des Ofens fest. Nicht zu retten, den klopfen wir mit Hammer und Meißel raus. Schepper schepper – leider kaputt.

Mehr als 400 verschiedene Figuren warten darauf, bemalt zu werden

Das Kind ist schwer beeindruckt von unserem kurzen Besuch in der Töpferei und Margitta Lubers Schilderungen. Sie ist die Inhaberin der Werkstatt „Ton und Töne“ und hat die Katzen gefertigt, die wir als Keramikrohlinge zum Bemalen daheim abholen. Aus mehr als 400 Figuren, Geschirr und Zierkeramik können kleine und große Künstler hier wählen. Unser Kind sucht sich, na klar, gleich einige der Lieblingstiere aus. Schlummernd, sitzend, kuschelnd. Groß und klein. Dazu noch eine kleine Schale.

Zu Hause verwandeln wir die weißen Gestalten mit Pinsel und Wasserfarben in echte Katzen, in unsere. Eine schwarz, die andere gelb, sehen sie aus wie unsere Stubentiger. Ein bisschen zumindest. Bei genauem Hinsehen hat die große Schwarze klitzekleine grüne Punkte. Die sind beim Besprühen des Schälchens wohl ins Keramikfell gespritzt.

Obendrauf kommt nach dem Trocknen eine dünne Schicht Klarlack, matt und lösungsmittelfrei, damit die Farbe nicht abstaubt. Auf Wunsch füllt Margitta Luber auch kleine Mengen Glasur zum Bemalen ab. Das ist besonders für Geschirr, das auch genutzt werden soll, ratsam. Für den Glasurbrand müssen die bemalten Stücke dann allerdings noch einmal in die Töpferei.

Coronakonform töpfern

Wer seine Figuren nicht nur bemalen, sondern auch selbst formen möchte, hat dazu bei einem der Kurse in der Töpferwerkstatt „Ton und Töne“ in der Großen Diesdorfer Straße 220 die Gelegenheit. Coronabedingt finden diese aktuell nur nach vorheriger Anmeldung, mit maximal vier bis fünf Personen, Maske und größtmöglichem Abstand statt. Kurszeiten sind mittwochs und donnerstags zwischen 17 und 21.30 Uhr.
Drehscheibenkurse entfallen bis auf Weiteres, da bei der Anleitung der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.Die Werkstatträume sollen übrigens Anfang kommenden Jahres saniert werden, sodass dort dann auch wieder gemütlich gestaltet werden kann.

Brennservice für Zuhause-Töpfer

Diejenigen, die in der Zwischenzeit zu Hause töpfern, können den Brennservice der Töpferei nutzen – nach vorheriger telefonischer Abstimmung unter 0151-17351531 auch zu individuell vereinbarten Zeiten. Selbiges gilt auch für das Abholen von Rohlingen zum Bemalen. Eine kleine Auswahl der Produkte ist auf der Internetseite www.tonundtoene.de zu finden. Um sicher zu sein, dass die ausgewählte Keramik verfügbar ist, empfiehlt sich ein Anruf vorab. Und für die Farbwahl – schwarz, gelb und vielleicht sogar ein paar grüne Punkte – gibt es beim freundlichen Plausch beim Abholen dann sicher auch den ein oder anderen Tipp von der Töpferin.
(„Corona sagt den Ausflug ab? Wir laden ihn zu uns ein.“: 2. Töpferei „Ton und Töne“, Magdeburg)

In lockerer Folge möchten wir euch unter dem Titel „Corona sagt den Ausflug ab? Wir laden ihn zu uns ein.“ zeigen, welche Unternehmungen trotz der aktuellen Corona-Einschränkungen (Zuhause) möglich sind.

Noch mehr „Corona sagt den Ausflug ab? Wir laden ihn zu uns ein.“-Beiträge findet ihr hier.

Habt ihr Ideen? Dann schreibt sie uns. Wir probieren aus, was möglich ist, und berichten euch von unseren Erlebnissen.

* Der Beitrag ist in Kooperation mit der Töpferei „Ton und Töne“ entstanden, Werbung also. Der Text zeigt dennoch lediglich unsere Erfahrungen und Meinung. DANKE für die schönen Lieblingstiere, liebe Margitta! ♡

6 Kommentare

  1. Wir haben als Kinder zusammen mit unserer Mutter auch solche Figuren bemalt. Es hat wirklich viel Spaß gemacht! Aber irgendwann weiß man leider auch nicht mehr, wo man sie noch hinstellen soll. Und die Wohnung der Großeltern wird auch irgendwann voll. Aber egal, so lange die Kinder Spaß haben, ist das Nebensache!

  2. Huhu,

    ich fand das früher schon immer klasse Dinge aus Ton selber herzustellen. Ich hatte da früher eine AG in Schule und habe es dort zum ersten Mal gemacht. Lange ist es her, aber es war schön das Resultat in den Händen zu halten und egal ob für die kids oder Erwachsenen, es ist ein schönes Hobby!

    LG Steffi

  3. Als Schülerin hatte ich mal an einem Töpferkurs in der Schule teilgenommen und fand es so toll. Ich weiß noch, dass ich ein Gefäß mit Deckel gemacht hatte, aber solche tollen Figuren hätten mir damals auch Freude gemacht! Das würde ich sehr gern mal wiederholen!

    Liebe Grüße
    Jana

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