ABENTEUER WEIHNACHTSBAUM-SCHLAGEN – PFLANZENMARKT HESSE BEGLEITET DURCH DAS JAHR

* Weihnachtsbaum oder nicht? Und wenn ja, drinnen oder draußen oder beides? Im Topf oder wurzelfrei? Selbstgeschlagen oder selbstgekauft? Was den Baum zum Weihnachtsfest angeht, gibt es einige Möglichkeiten.

Für uns gehört ein Nadelbaum zum Fest dringend dazu, mindestens im Wohnzimmer. Bislang hatten wir diesen immer temporär. Wenige Tage vor Heiligabend aufgestellt, liebevoll von allen Familienmitgliedern – inklusive der beiden Katzen, die es offenbar einfach lieber mögen, wenn der ganze Klimbim unter dem Baum liegt – geschmückt und regelmäßig mit Wasser versorgt, haben wir uns oft erst dann von ihm getrennt, wenn Nadelregen bei schnellem Vorbeigehen unvermeidbar wurde.

Meist haben wir den Tannenbaum schlicht von einem regionalen Händler gekauft. Erst einmal sind wir dafür mit Handsäge über eine Plantage gestapft. Und mussten feststellen, dass wir wohl einfach verdammt spät dran waren – es war kaum noch ein Baum zu finden, der uns zusagte und mit sowas wie zweiter Wahl im Gepäck ging es zurück nach Hause.

In 20 Minuten aufs Land

In diesem Jahr wollten wir es noch einmal versuchen, des Abenteuers wegen. Bei einem anderen Anbieter.
Wir verlassen also die Stadt. Und fahren aufs Land. Und von dort in den Wald. Gefühlt zumindest. Denn offiziell gehört Calenberge zu Magdeburg. Und der Nadelwald ist eine Weihnachtsbaum-Plantage.
Diese bewirtschaftet Denis Hesse im Rahmen seines Pflanzenmarktes mit angegliedertem Hofladen. Eine weitere Plantage, H. & W. Hesse, betrieben vom Vater zusammen mit dessen Bruder, ist fußläufig erreichbar. Etliche Baumsuchende locken die beiden Wäldchen in den Vorweihnachtswochen in die im Südosten der Stadt gelegene Gemeinde. So auch uns.

Vom Stadtzentrum aus fahren wir gen Osten, zuerst nach Cracau und dann, nahe der Alten Elbe, immer weiter Richtung Süden. Auf schmaler kurviger Straße streifen wir die Kreuzhorst. Ein Naturschutzgebiet, das sich auch wunderbar zum Wandern und Radfahren anbietet. Spätestens hier sind wir so richtig in der Natur. Statt Häusern der Stadt sehen wir jede Menge Grün und den Horizont. Wir lieben es. Und fahren noch ein Stückchen weiter, bis wir Calenberge erreichen.

Mit Leihsäge auf die Plantage

Direkt am Ortseingang haben wir unser Ziel erreicht, das ist groß auf flatternden Fahnen zu lesen: „Pflanzenmarkt & Hofladen – Einkaufen auf dem Land“ steht dort geschrieben. Wir fahren auf das Gelände, Stellplätze stehen hier ausreichend zur Verfügung. Vorbei an Gewächshaus, Grillhütte, Glühweinstand und Hofladen, ist ein kleines Holzhäuschen mit großer Messlatte zu sehen. Dort werden die geschlagenen Bäume verpackt und gemessen, der Preis wird nach Größe berechnet.
Hier bekommen wir eine Säge in die Hand und schlendern gemütlich bei herrlicher Wintersonne zur Plantage.

Überraschung im Wald

Wir nutzen das weitläufige Gelände für einen ausgiebigen Spaziergang, bei dem es so einiges zu entdecken gibt: Kleine Bäume, große Bäume, Riesen. Kurze Nadeln, lange, weiche und besonders stachelige. Blau-weißlich und Kräftig-grün. Nordmanntannen, Blau- und Rotfichten. Wer hier nicht fündig wird, sucht vermutlich keinen Weihnachtsbaum.
Noch viel aufregender, zumindest für unser Kind, ist aber eine ganz besondere Entdeckung. Mitten im Wald. Ein Bagger. Groß und gelb und vor allem: aus. Sodass wir ihn ganz aus der Nähe anschauen können.
Ähnlich spannend sind die Schafe, die auf der angrenzenden Wiese grasen.

Nun, eigentlich sind wir ja wegen eines Baumes hier. Also machen wir uns auf den Rückweg durch den Plantagen-Wald und finden, ganz schön knifflig, die auf der Hintour ausgewählte Nordmanntanne wieder. Der Papa kriecht drunter und sägt. Der Baum fällt. Zurück bleibt ein Stumpf, der erkennen lässt, wie alt der Baum ist. Und für diejenigen, die sich auskennen, auch, wie nährstoffreich die einzelnen Jahre waren.

Vom Tannenbaum zum Weihnachtsbaum

Wir, oder besser der Papa, tragen den Baum bis zum Eingang der Plantage, wo er vom Inhaber Wolfgang Hesse persönlich in Netz verpackt wird. Das Kind ist nicht einverstanden. So einen Baum hatten wir nicht ausgesucht. Der Kompromiss: Zuhause wickeln wir ihn wieder aus und tauschen Kunststoff gegen Baumschmuck. Also ab damit auf das Autodach – die Halterung für Fahrräder eignet sich hervorragend zur Befestigung – und zurück in die Stadt.
Einige Tage muss unsere Tanne noch draußen in ihrem Wassereimer ausharren, bevor sie kurz vor Heiligabend dann schließlich mit Lichtern und hölzernen Anhängern zum Weihnachtsbaum wird.

Selbstgezogene Pflanzen für das ganze Jahr

Wer inzwischen keinen Tannenbaum mehr braucht, aber bereits über die Bepflanzung von Balkon und Garten für das bevorstehende Jahr nachdenkt, ist übrigens beim Calenberger Pflanzenmarkt ebenfalls genau richtig. Ob Stiefmütterchen, Hornveilchen, Primeln, Tausendschön, Vergissmeinnicht, Osterglocken oder Ranunkeln im Frühjahr. Geranien, Petunien, Husarenknopf, Bacopa, Million Bells Petunien oder Biedens für den Sommer. Oder für den Herbst Heide, Silberpflanzen und Herbstzauber. Die Pflanzen sind weitgehend eigens gezogen und werden auf Wunsch auch in Balkonkästen, Pflanzkübel und Ampeln gepflanzt.

Frische Lebensmittel vom eigenen Feld und aus der Region

Ebenso selbst angebaut ist ein Großteil des Gemüses, das Denis Hesse in seinem Hofladen anbietet. Während im Gewächshaus gepflanzt wird, kann hier nebenbei der Wocheneinkauf an Lebensmitteln erledigt werden. Diverse saisonale Gemüsesorten, darunter Kartoffeln aus eigenem Anbau, ab August Äpfel aus Sachsen-Anhalt, Bio-Eier, Honig aus der Region, frische Milchprodukte, Hausschlachtewurst sowie Säfte stehen bereit. Aktuelle Angebote sowie Sonderangebote werden über die Internetseite www.pflanzenmarkt-hesse.de bekannt gegeben.

Hoffest im April

Pflanzenmarkt und Lädchen sind montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags zwischen 9 und 16 Uhr geöffnet.
Wenn in diesem Jahr am 24. Dezember auch der Letzte mit einem Weihnachtsbaum versorgt ist, schließt der Hof allerdings vorübergehend bis voraussichtlich 11. Januar 2021. Coronabedingt.
Denis Hesse schaut dennoch zuversichtlich auf das kommende Jahr. Wenn alles gut gehe, sagt er, werde es im April ein großes Hoffest geben. Und im Oktober das inzwischen traditionelle Kürbisfest. Hoffentlich.
(„Corona sagt den Ausflug ab? Wir laden ihn zu uns ein.“: 5. Pflanzenmarkt und Hofladen Hesse, Magdeburg)

In lockerer Folge möchten wir euch unter dem Titel „Corona sagt den Ausflug ab? Wir laden ihn zu uns ein.“ zeigen, welche Unternehmungen trotz der aktuellen Corona-Einschränkungen (Zuhause) möglich sind.

Noch mehr „Corona sagt den Ausflug ab? Wir laden ihn zu uns ein.“-Beiträge findet ihr hier.

Habt ihr Ideen? Dann schreibt sie uns. Wir probieren aus, was möglich ist, und berichten euch von unseren Erlebnissen.

* Der Beitrag ist in Kooperation mit dem Pflanzenmarkt und Hofladen Hesse entstanden, Werbung also. Gestellt wurde der Baum, der Text ist unbezahlt und zeigt lediglich unsere Erfahrungen und Meinung. DANKE für das „Abenteuer“ Weihnachtsbaum-Schlagen und den schönen Tannenbaum, lieber Denis Hesse! ♡

14 Kommentare

  1. Weihnachtsbaum suchen ist immer ein Erlebnis. Vor allem auch für die Kinder. Als wir damals unterwegs waren und selbst geschlagen haben…. Mensch das war was. Aktuell holen wir allerdings den Baum immer beim Bauer um´s Eck. Die Bäume wachsen fast direkt vor unserer Haustüre und ich weiß also wo die her sind 😉

  2. Wir haben jedes Jahr eine echte Nordmann-Tanne, die wir kaufen aber nicht selber schlagen. Ich möchte IMMER einen kleinen Baum und immer ist er einfach riesig! Ich habe da einfach kein Auge für 😉 Magdeburg ist natürlich zu weit weg, aber wenn ich bei Verwandten bin, dann komme ich da mal gerne vorbei.

    Frohe Weihnachten, liebe Grüße, Bea

  3. Liebe Anja,
    Ich habe noch nie einen Weihnachtsbaum selbst geschlagen, stelle es mir aber sehr cool vor. Ich weiß aber gar nicht, ob ich hier nicht einfach im Hofladen bleiben würde – denn ich glaube, da könnte ich ewig stöbern. Ich liebe solche Läden total und mag gerne frisches Obst und Gemüse, Säfte und Co. Da findet man immer was Leckeres. Aber schön, dass ihr einen Baum gefunden habt. Bei uns gibt es dieses Jahr keinen.
    Liebe Grüße von Miriam von Nordkap nach Südkap

  4. So macht es Spaß, wir haben früher auch gern mit den Kindern gemeinsam den Baum frisch aus dem Wald geholt. Schöne Fotos hast Du gemacht!
    Ich wünsche Dir und Deiner Familie ein friedliches Weihnachtsfest. bleibt alle gesund!

  5. Huhu,

    momentan nehmen wir immer künstliche Bäume, aber früher haben wir auch ganz oft die Bäume selbst gesägt. Das war ein Spaß und das aussuchen erst. Da erinner ich mich wirklich mit Freude zurück. Mittlerweile bin ich ein großer Fan von den Bäumen die man mit Topf aufstellt und später sogar einpflanzen kann. Nachhaltigkeit finde ich extrem wichtig.

    LG Steffi

    • Liebe Steffi, uns ist Nachhaltigkeit auch sehr wichtig und so hatten wir vor Jahren bereits über einen Weihnachtsbaum im Topf nachgedacht. Wir haben einen Gärtner im nahen Verwandtenkreis, der uns allerdings erklärt hat, warum das mit dem „Wiederverwenden“ im Folgejahr oder auspflanzen in den allermeisten Fällen nicht funktioniert: die Bäume werden schlicht mit zu wenig Wurzeln in den Topf gepflanzt, um langfristig gedeihen zu können. Andernfalls wären die Töpfe schwer und groß.
      Aber mit eurem künstlichen Weihnachtsbaum seid ihr ja einige Jahre dabei. 😉
      Herzlichen Gruß
      Anja

  6. Hi,

    was für eine tolle Idee. So kann man mit der Familie einen schönen Tag verbringen und dann einen eigenen Baum schlagen.
    So würde ich auch einen Baum kaufen, keiner der Zuviel geschlagen und nicht gewollte Bäume.

    Schöne Vorstellung.
    Wünsche dir schöne Weihnachten.
    Liebe Grüße
    Julia

  7. Hallo Anja, wieder ein so schöner Bericht. Wir schlagen auch schon seit mehreren Jahren unseren Baum bei Pflanzenmarkt Hesse und finden das auch richtig toll! Wir haben schon während der Schwangerschaft unseres ersten Kindes angefangen und dachten, dass es eine tolle Tradition mit den Kindern werden könnte und dies hat sich auch bestätigt. Die Kleinen haben immer Riesen Spaß in dem kleinen Wäldchen und suchen sich fleißig mit aus 🙂
    Liebe Grüße, Maria

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