MIT EIMER UND SCHAUFEL ZWISCHEN SAURIER, SCHLANGE UND SÄBELZAHNTIGER

Es ist düster, grau und still. In der Ferne, mit drei Hörnern auf dem großen Kopf, stampft ein Saurier schwer durch den Sand. Ein Flugdino hat seine Flügel ausgebreitet, bereit zum Abheben. Dort hinten schimmert es weiß aus einem Nest. Riesige Sauriereier. Wie gut, dass uns das Kind mit einem freudigen „Kaaatze!“ daran erinnert, dass wir den Urzeit-Spielplatz im Magdeburger Stadtteil Werder ansteuern und nicht tatsächlich die einzigen Menschen zwischen einer Horde ausgestorbener Tiere sind.

Dass außer uns weit und breit niemand zu sehen ist, mag am strömenden Regen liegen, der den Spielsand in eine wunderbare Matschlandschaft verwandelt. Warm und trocken eingemummelt in den Regenoverall und mit Gummistiefelfüßen geht es direkt hinein – flatsch. Doch bevor wir buddeln und moddern, flitzen wir eine Runde zum eingangs begrüßten Säbelzahntiger. Der ähnelt in der Tat unseren Samtpfoten daheim. Nur haben diese weniger mächtige Zähne und sind kleiner, ein wenig.

Die Urzeit-Katze mit goldgelbem Fell und weißem Bauch dreht uns, einmal kräftig angeschubst, bis uns schwindelig wird. Duselig stapfen wir weiter zum Flugdino. Unter den mächtigen Schwingen ist ein prima Versteck vor dem prasselnden Regen, der bald schon nachlässt. Mit Klettergriffen geht es auch obendrauf und zur anderen Seite wie von einer Rutsche den großen, schwarzen Flügel hinab. Ebenfalls zum Klettern für die Kleinsten ist ein auf dem Bauch liegendes Urzeitwesen, dessen Rücken auf einer Seite Leiter, auf der anderen Rutsche ist.
Gleich nebenan kann bei den Baby-Dinos Sand per Kettenzug in einem kleinen Eimer nach oben und über zum Teil bewegliche Holzbretter sowie ein Sandrad wieder zurück nach unten befördert werden.
Zu einer turbulenten Schaukelpartie im Netz laden zwei Urzeittiere ein, die diese wild hin und her schwingen. Ähnlich rasant geht es auf den zwei Wipptieren, Urzeitnager und Eichel, zu.

Während die Kleinen mit den Dino-Babys Sand schaufeln, können die Größeren auf den kugeligen Sauriereiern balancieren. Vorausgesetzt, sie schaffen es in das von dicht miteinander verwobenen Ästen gut geschützte Nest, welches das große Dreihorn zudem immer im Blick behält. Auf eben diesem geht es, erklommen über Klettergriffe, noch höher hinaus. Und auf Seilen und Netzen weit oben über dem Boden rüber zum hohen Rutschenturm. Unten angekommen, wartet der Flugdino auf all diejenigen ohne Höhenangst. Denn es geht gleich wieder hoch in die Lüfte, entweder auf einer der beiden Schaukeln oder auf dem Urwald-Seil.

Und wer es sportlich mag, findet auf dem angrenzenden Beachvolleyball- sowie dem Streetballfeld mit Toren und Basketballkorb, an einigen Fitnessgeräten und an der Tischtennisplatte ausreichend Gelegenheit für Aktivität.

Auch wenn es an einigen Stellen offenbar schon einen neuen Farbanstrich gab, fehlt dieser anderswo noch. Dennoch ist das im Oktober 2013 sanierte Spielareal zwischen Mittelstraße und Alter Elbe auf Höhe der Lingnerstraße mit seinen hochwertigen Holzkontruktionen in einem guten Zustand.

Die angrenzende parkähnliche Wiese mit alten und entsprechend großen Bäumen ist übrigens im Sommer bestens geeignet für ein Picknick im Schatten, im Herbst und Winter bieten die Bäume unter ihren ausladenden Kronen Schutz vor dem ein oder anderen Regenschauer.
(Spielplätze: 2. Magdeburg – Werder. Urzeit-Spielplatz)

In lockerer Folge möchten wir euch die Spielplätze vorstellen, die wir in Magdeburg und auf unseren Reisen entdecken.

Welche sind eure liebsten Spielplätze? Schreibt es uns. Sofern wir vor Ort sind, kommen wir gern vorbei und berichten von unseren Erlebnissen.

Noch mehr Spielplätze findet ihr hier.

8 Kommentare

  1. Der bisher coolste Spielplatz der hier vorgestellt wurde. Der Drache und der Säbelzahntiger sind so cool.
    Alles Liebe
    Annette

  2. Hallo,

    wieder ein toller Beitrag und ein Spielplatz der die Fantasie anregt. Da muss man ja Spaß haben und das für Stunden. Wäre bestimmt ein Spielplatz wo die Kinder die Zeit vergessen können.

    Liebe Grüße
    Julia

  3. Liebe Anja,
    Wieder so ein toller Themen-Spielplatz in Magdeburg. Ihr scheint da echt gesegnet zu sein mit so tollen Mottos. Ich habe keine Kinder, daher bin ich nicht so häufig auf Spielplätzen. Aber ich mochte immer gerne diese „Flug-Dinger“, wo man sich auf den Teller setzt und dann an einem Seil befestigt durch die Gegend fliegt. Mag ich heute noch 😉
    Liebe Grüße von Miriam von Nordkap nach Südkap

  4. Huhu,

    das ist wirklich ein schöner Spielplatz. Die Holzfiguren gefallen sogar mir als Erwachsener, weil ich solche Handwerksarbeit beeindruckend finde!

    LG Steffi

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